So verfassen Sie die perfekte „Cold“ E-Mail

Sophia Ellis
Mai 09, 2017

Ich bin der Meinung, dass die größte Herausforderung für jedes Marketing und Sales-Team darin besteht, einen „Cold Lead“ E-Mail Pitch zu entwerfen. Ob es sich um PR-Zwecke handelt, ob man versucht, Kontakt zu potentiellen Partnern herzustellen oder ob es um das Versenden von Massen-Mails geht, das Ziel bleibt das Gleiche. Nur zwei Dinge zählen am Ende: Öffnen und anklicken oder antworten. Das ist alles.

Neulich habe ich etwas komplett anderes versucht. Ich habe mir eine Formel für die kürzeste und direkteste E-Mail, die ich jemals genutzt habe, ausgedacht. Das Ergebnis? Fast 70% „Öffnungs-Rate“ und 40% Klickrate.

Ich liste Ihnen die vier Grundelemente auf, die diesen E-Mail-Stil funktionieren lassen.

1. Eine direkte, aber vage Betreffzeile:

Ich war es gewohnt, Betreffzeilen zu schreiben, die sehr detailliert waren. Sie waren oft sehr lang und teilten meist schon den Grund mit, warum die E-Mail eigentlich verfasst wurde. Um ehrlich zu sein, gab dies den Empfängern einen weitaus größeren Grund dafür, die E-Mail direkt zu löschen. Dahinter war keine Spannung, kein Grund die E-Mail zu öffnen, vor allem dann, wenn sie sich wie ein Verkaufsmasche angehört hat. Nun verwende ich sehr persönliche, aber immer noch vage Betreffzeilen mit sehr wenigen Details, sodass meine Mail sich nicht wie eine gewöhnliche Standard-E-Mail eines Verkäufers klingt, bei dem Sie es sowieso bereuen, sich angemeldet zu haben. Zum Beispiel: „In Kontakt treten“. Es hört sich persönlich, relevant und interessant genug an, um die E-Mail zu öffnen.

2. Eine einfache Vorstellung à la „auf den Punkt bringen“

Fast all meine E-Mails startete ich damit, komplette Absätze mit einer langatmigen, über-persönlichen Vorstellung zu verfassen. Darin steckte zwar Einsatz, war aber eher langweilig.

Ich bin mir sicher, dass mein Empfänger beim Lesen von zehn, nicht aussagekräftigen Zeilen, die E-Mail sowieso gelöscht hätte. Kommunikation heutzutage ist schnell. Selbst mit der E-Mail im Vergleich zur „Snail Mail“ (gewöhnliche Post) gilt es auf den Punkt zu kommen, um die Aufmerksamkeit von jemandem zu erlangen. Die meisten Geschäftsleute erhalten rund 88 E-Mails pro Tag. Keiner von ihnen hat Zeit und Geduld eine strukturierte Hausarbeit zu lesen.

Demnach wechselte ich zu einer Vorstellung in einem Satz, welche direkt etwas Nützliches bietet.

Hier ist ein Beispiel:

Es ist persönlich, unkompliziert und bietet dem Leser direkt etwas. Ich kann mir vorstellen, dass es nur sehr wenige Menschen gibt, die hier nicht weiterlesen würden.

3. Zahlen 

Der dritte Punkt, der Cold-Pitch E-Mails erfolgreich macht, sind Beweise. Sie versuchen jemanden zu einer bestimmten Handlung aufzurufen, sei es Ihnen zu antworten oder sie auf eine Webseite zu locken, damit sie diese durchstöbern. Es gibt nichts, was Menschen mehr motiviert als Zahlen. Wenn Sie jemandem handfeste Gründe geben, warum dieser handeln soll, ist er eher bereit es zu tun. Verschwenden Sie keine Zeit mit vagen Versprechen. Es nimmt auch etwas von dem Verkaufselement weg, wenn Sie nur die Fakten präsentieren ohne Emotionen zu zeigen und die Entscheidung Ihnen überlassen. Wenn Ihr Unternehmen weniger mit Zahlen aber mehr mit Beziehungen zu tun hat, erwähnen Sie eine Person oder ein Unternehmen, die/das Ihnen eine gewisse Glaubwürdigkeit verleiht.

4. Ein Aufruf zum Handeln.

Als wir einmal dieses E-Mail Modell genutzt hatten, bekamen wir drei Anrufe von nur 15 E-Mails, die wir innerhalb einer Stunde versendet hatten. Etwas von unserer E-Mail hat anscheinend Leute motiviert, das Telefon direkt in die Hand zu nehmen. Ohne einen starken Aufruf zum Handeln spielt es keine Rolle, wie überzeugend Sie zu Beginn waren; Sie verlieren das Interesse Ihrer Empfänger. Eingebundene Leser müssen eine Ahnung davon haben, wie sie als nächstes Handeln können. Machen Sie es Ihnen klar, denn dann sind sie an der Reihe.

Hier ist ein Beispiel für den einen letzten Satz, der zum Handeln aufruft und tatsächlich für mich funktioniert hat:

Ich erkläre Ihnen direkt, was unser nächster Schritt ist und belasse den Rest bei ihnen. Es ist nicht zu aufdringlich, aber sie werden sich nicht wundern, was der nächste Schritt ist.

Abhängig von Ihrem Markt und Unternehmung variieren Ihre E-Mails natürlich. Nicht alle Industrien und Produkte sind gleich. Menschen sind aber Menschen und am Ende des Tages versuchen Sie die Aufmerksamkeit von jemandem zu bekommen und ihn zu motivieren, mit Ihnen zu arbeiten. Ich denke, diese vier Elemente zeigen das gut. Sie können auf eine Vielzahl von E-Mail-Typen angewandt werden und ich bin mir sicher, dass Sie erstaunt über die Ergebnisse sein werden, die durch solch kleinen Veränderungen entstehen.

Probieren Sie es kostenlos aus und ändern Sie die Art und Weise, wie Sie arbeiten.